Grundlagen

Vital wie ein Drache

Daoistische Hintergründe und Prinzipien zur Übungspraxis des Taiji und Qi Gong

vON Shen Xijing unter Mitarbeit von Tobias Puntke

 

Der Drache ist in China, anders als im Westen, ein durchweg positiv besetztes Wesen und ist ein Symbol der Macht und Kraft. Er symbolisiert im Verhältnis zum Wasser das Yang und taucht in zahlreichen Übungssystemen des Taiji und Qi Gong auf die eine oder andere Art und Weise auf. In der daoistischen Drachentorschule wird ein eigenes System mit »geheimen Übungen zum Schlüsselzeichen Drache« tradiert, das vor allem der Entwicklung von Li, der körperlichen Kraft und Vitalität dient. Li ist hierbei die Yang-Seite zum Qi, das in dieser Verbindung dem Yin zugeordnet wird. Dieser Artikel gibt einen Einblick in die Ursprünge und die Bedeutung der Drachenübungen und zeigt an einem Beispiel deren Methodik.

Yin und Yang als Wurzel aller Übungswege

Vor etwa 8000 Jahren hat Fuxi, der Urahn der Menschen in China, die ursprüngliche Form der „Acht Trigramme des Taiji-Prinzips“ (chin. Qian Tian Bagua Tu) entwickelt, um den Menschen das Prinzip der Wandlung von Yin und Yang sowie die Lehre der fünf Wandlungsphasen(Wu Xing)und acht Trigramme (Ba Gua)näher zu bringen.

Die Legende besagt, dass Fuxi einen Drachen dabei beobachtet haben soll, wie er sich im Wasser wand und dadurch einen Strudel in Form eines Yin Yang Symbols (chin. Taiji Tu) erzeugt haben soll.
Dies soll ihn inspiriert haben das Taiji Tu mit den acht Trigrammen am Gua Tai Berg in den Fels zu meißeln und damit die Grundlage der Yin Yang Lehre zu legen.
Das Urpaar der Yin Yang Lehre sollen dieser Überlieferung zu Folge also das Wasser als Symbol des Yin und der Drache als Symbol des Yang gewesen sein. Bis heute finden sich in vielen daoistischen Tempeln Abbildungen, in denen das Yin Yang Symbol in Form eines sich im Wasser windenden Drachen dargestellt wird.

Drachenstatue aus der Sammlung von Tobias Puntke

Erst nach langwieriger Weiterentwicklung und Vervollständigung dieser grundlegenden Lehre, durch die späteren Generationen, entstanden die unterschiedlichen daoistischen Kultivierungswege und Schulen, wozu auch die meisten Formen des Qi Gong und das Taijiquan gezählt werden können.

Obwohl die zahlreichen Taiji- und Qigong-Übungen unterschiedliche Namen und Bewegungen benutzen, verwenden sie doch alle das gleiche grundlegende Prinzip zur Selbstkultivierung, nämlich die Theorie der Wandlung von Yin und Yang.

In China sagt man: „Die 10.000 Dinge entfernen sich nicht von der Wurzel!“. In diesem Fall sind die 10.000 Dinge die unterschiedlichsten Übungssysteme des Taiji und Qi Gong und die Wurzel ist die Yin Yang Lehre.

Und trotz ihrer Unterschiedlichkeit verfolgen sie im Kern doch alle die gleichen Ziele, nämlich den Menschen zu helfen den Körper zu stärken, die Gesundheit zu fördern, das Leben zu verlängern und inneren Frieden und Erfüllung zu finden.

So gibt es im Taiji-Training zum Beispiel viele verschiedene Aspekte von Yin und Yang, die zu beachten sind, das Hauptziel der Kultivierung durch Taiji ist aber dennoch nichts anderes als das „Qi“ (Yin) und das Li, die „Kraft“ (Yang) zu entwickeln.
Das Qi können wir hier als die in uns strömende und uns Lebendigkeit verleihende Lebenskraft verstehen, die auf physiologischer Ebene eng mit dem Sauerstoff verbunden ist.
Li (wörtlich. Kraft) bezeichnet die physische Vitalität, die die Grundlage für unsere gesamte Leistungs- und Belastungsfähigkeit ist und sich unter anderem in einem gesunden und starken Körper manifestiert. Beide Aspekte sind naturgemäß, als eine konkrete Manifestation von Yin und Yang in uns, untrennbar miteinander verbunden.

 

Dementsprechend liegt auch in der traditionellen daoistischen Vermittlungsform des Taiji und in der Basisstufe des authentischen daoistischen Qi Gong die Priorität der Kultivierung hauptsächlich auf der Entfaltung von Qi und Li.

Die praktische Anwendung der Yin/Yang-Lehre

Die Beobachtungen des Fuxi wurden durch spätere Generationen von Daoisten, in Form zweier raffinierter Selbstkultivierungssysteme, direkt für die Menschen nutzbar gemacht.
Diese sind bis heute im Neidan Gong, dem praktischen Schulungssystem der Daoisten der Drachentorschule des Weges der Vollkommenen Verwirklichung (chin. Quan Zhen Jiao Long Men Pai), überliefert worden und zählen mit zu den ältesten bis heute erhaltenen Übungssystemen. Da sie aber innerhalb der Tradition normalerweise nur an Mönche oder offiziell initiierte Laienpraktizierende weiter gegeben werden, sind sie bis jetzt bei uns im Westen nur wenig bekannt.

Durch das System des Shui Zi Jue („Die geheimen Übungen des Schlüsselzeichens Wasser“)können wir, durch die Imitation der verschiedenen Qualitäten sich bewegenden und ruhenden Wassers, besonders leicht und effizient Blockaden in uns lösen und damit den ursprünglichen freien Fluß des Qi wieder herstellen. Außerdem wird das Qi vermehrt und besser im Körper verteilt, in dem es besser über die Lungen aufgenommen werden kann, frei zum unteren Dantian gelangen und von dort alle Körperbereiche erreichen kann. Auf diese Übungspraxis spielt auch Laozi im Daodejing an, wenn er schreibt, dass das Weiche das Harte überwinden könne.
Mehr dazu erfahren Sie im Artikel „Weich wie Wasser“ von Großmeister Shen Xijing.

Das System der Long Zi Jue („Die geheimen Übungen des Schlüsselzeichens Drache“) dient durch die innere wie äußere Imitation der Bewegungen verschiedener Drachen der Kultivierung unseres Li, unserer physischen Vitalität und soll in diesem Artikel näher beleuchtet werden.

Wichtig ist dabei zu verstehen, dass Qi und Li als zwei Aspekte von Yin und Yang nicht voneinander trennbar sind, ja sich sogar gegenseitig bedingen.
D.h. weder Qi noch Li werden optimal entwickelt werden können, wenn das andere vernachlässigt wird.
Dies spiegelt sich sehr direkt in der traditionellen, daoistischen Übungspraxis wider, in der wohl aufeinander abgestimmte Stille- und Bewegungsübungen immer zueinander gehören und in der sehr weiche und stille, wie auch lebendige und energetische Übungspraxis immer Hand in Hand gehen.

Am Ende werden beide Übungsformen zu einer Einheit kombiniert, so dass das Qi des Qihai-Punktes (vorderes Dantian, Yin), zusammen mit dem Li des Mingmen-Punktes (hinteres Dantian, Yang) als Einheit eingesetzt werden kann.

 

Durch diese Art zu Üben kann es uns gelingen Yin und Yang in uns in Form unseres Qi und unseres Li harmonisch zu kultivieren. Dadurch ergibt sich die gegenseitig fördernde und ergänzende Wirkung von Yin und Yang, die es uns erlaubt das ursprüngliche Ziel, nämlich mit Qi die Gesundheit zu fördern und mit Li den Körper zu stärken zu erreichen.

Das ist also der Grund, warum es sowohl Qi als auch Li, als die konkreten Entsprechungen von Yin und Yang, im Taijiquan und auch im Qigong geben muss.

Kalligaphie von Großmeister Shen Xijing (long/Drache)

Der Drache – Symbol und Verkörperung des Yang

Anders als in Europa ist der Drache in China ein durchweg positiv besetztes und dem Menschen freundlich gesonnenes Wesen, dass dem Menschen Schutz und Unterstützung gewährt wo sie gebraucht werden.

Der Mythos vom legendären Gründervater des chinesischen Volkes Fuxi besagt sogar, dass Fuxi einen menschlichen Kopf, aber den Körper eines Drachen gehabt haben soll.
Dementsprechend bezeichnen die Chinesen sich bis heute als die Nachfahren des Drachen.
Der Drache, war zur Zeit der kaiserlichen Dynastien auch ein Synonym für den chinesischen Kaiser (Yang), der dementsprechend auf dem Drachenthron residierte. Der Phoenix war das Symbol der Kaiserin (Yin).
Aber auch im modernen China ist der Drache noch allgegenwärtig. So werden in vielen Teilen Chinas zu besonderen Anlässen Drachentänze aufgeführt. Ihnen wird z.B. die Kraft nachgesagt negative Einflüsse von bestimmten Orten und Veranstaltungen fern zu halten.
Hierin spiegelt sich die Überzeugung, dass der Drache ein Glück und Segen bringendes Wesen ist.

In der daoistischen Kultur wird der Drache nicht als Tier, sondern als eine spirituelle Wesenheit verstanden, die manchmal auch als Bote des Himmels bzw. der Götter bezeichnet wird.
Er gehört hiermit zum Bereich des Himmels (Yang), zu dem auch die Götter (chin. Shen) und Unsterblichen (chin. Xian Ren) gezählt werden.
Dadurch hat er die Fähigkeit den Bereich der Erde (Yin) und der ihr entwachsenen negativen Kräfte (chin. Gui) zu kontrollieren.

Der Drache gilt darüber hinaus als sehr kraftvolles und weises Wesen, dass den Menschen stärken und schützen kann.
Von großen Helden in China, wie z.B. General Guan Gong (auch Guan Yu)wird berichtet, dass sie über mehrere Drachen als Schutztiere verfügten, was ihnen ihre übermenschliche Stärke verliehen haben soll. Bis heute sieht man auf traditionellen Guan Gong Statuen mehrere Drachen, die sich um seinen Körper winden.

Guan Gong Statue – Die Drachen auf dem Brustpanzer sind deutlich zu erkennen

Auf unmittelbar körperlicher Ebene verbindet der Drache die Weichheit und Beweglichkeit einer Schlange, mit der Widerstandskraft einer Echse. Er ist daher optimal dazu geeignet uns jene weiche Lebendigkeit, Kraft und Vitalität wieder zu vermitteln, die wir noch als Kinder hatten und die auch ein wesentliches Ziel im Rahmen aller daoistischen Praktiken ist.
Es verwundert daher nicht, dass viele Übungen im Qi Gong und auch in den chinesischen Kampfkünsten einen Bezug zu den Drachen durch Namensgebung und oder Übungsausführung herstellen.

Die Drachenübungen in der daoistischen Kultivierung

In der Überlieferung der Drachentorschule (chin. Long Men Pai) des Daoismus wird bis heute ein besonderes Übungssystem bewahrt, dass dem Übenden helfen kann sich die Kräfte der Drachen zu erschließen.
Dieses Übungssystem wir traditionell in der ersten der vier Kultivierungsstufen vermittelt, in der es darum geht den Körper einzusetzen, um die Essenzkraft (chin. Jing) zu stärken.
Diese Stärkung der Essenz wird als elementare Grundlage für den Erfolg auf den weiteren Stufen des Kultivierungsweges der inneren Alchemie (chin. Neidan) angesehen.

In der daoistischen Kultivierungslehre unterteilt man unseren Körper in 18 unterschiedliche Bereiche mit verschiedenen Funktionen und Qualitäten. Dies sind die fünf Yin-Organe (Herz, Leber, Milz, Nieren und Lunge), die sechs Yang-Organe (Dickdarm, Dünndarm, Harnblase, Magen, Galle und Sanjiao (Dreifacher Erwärmer), die vier Extremitäten (Beine und Arme) sowie Wirbelsäule, Kopf und Genitalien.

Zu jedem dieser Körperabschnitte gibt es ein besonderes Drachen-Übungssystem, das hilft die Potentiale dieses speziellen Bereichs zu erwecken.
Es existieren also 18 unterschiedliche Drachen-Übungssysteme, wobei jeder Drache sich durch seine Farbe, Bewegungsart, innere Qualität, Aufmerksamkeits- und Qi-Lenkung unterscheidet.

Jedes Übungssystem beinhaltet dabei verschiedene stille und bewegte Übungen, die mit der Qualität des entsprechenden Drachen verbunden sind.

Großmeister Shen Xijing in einer Position aus den Drachenübungen

Die Drachenübungen benutzen dabei eine sehr alte Vorgehensweise, die eine der Urformen des Qi Gong ist: Sie aktiviert und stärkt die Essenz (chin. Jing) des Übenden durch die körperliche Imitation der verschiedenen Drachen und hilft sie durch die bewusste Führung der Aufmerksamkeit (chin. Yi) in Qi zu transformieren. Das so erweckte und gestärkte Qi erlaubt die Rückkehr zur spirituellen Quelle der Übung – dem Drachen.

Dadurch werden gleichermaßen Körper, Geist, Energie und Seele kultiviert und es entsteht eine gewaltige Kraft die wir für Gesundheit, Heilung und spirituelles Wachstum einsetzen können.

Der Rote Drache und das Herz

Wie setzt man aber diese Idee, jeden Teil unseres Körpers durch einen bestimmten Drachen speziell zu kultivieren praktisch um?
Wir wollen dies an einem Beispiel erklären

In der Lehre der fünf Wandlungsphasen wird unser Herz dem Feuer zugeordnet und Feuer wird mit der Farbe Rot dargestellt.
In den Drachenübungen wird daher das System „Der Rote Drache speit die Perle aus“ eingesetzt, um die Funktionen des Herzens und des Blutkreislaufs zu stärken.
Dabei lernen wir äußerliche durch die speziellen Bewegungen des roten Drachen und innerlich durch die Visualisierung von Roten Drachen, die sich im, um und durch den Körper bewegen das Qi und Blut unseres Herzens durch unseren Körper zu leiten…

… bis sie vom Herzen in unsere Muskulatur hineingelangen, damit die Muskulatur sich entspannen kann, um somit die Elastizität und Vitalität der Muskulatur gestärkt wird.

… bis sie Faszien, Sehnen, Bänder durchdringen und dadurch noch geschmeidiger und widerstandsfähiger machen.

… bis Herz Qi und Blut in unsere Knochen und das Knochenmark eindringen können und unsere Knochen dadurch stimuliert, um unsere Gelenke sich – Drachen und Schlangen gleich – leicht und flink winden zu lassen, um unsere Knochensubstanz zu verdichten und vor Osteoporose und Knochenalterung zu schützen.

… bis das Herz-Qi unser gesamtes Blut durchdringt und damit unseren Blutkreislauf fördert und unseren Stoffwechsel stärkt, damit wir unser Leben verlängern und Krankheiten wie Thrombose, Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen können.

…bis die subtilen Kanäle unseres Herzens sich öffnen und dadurch alter seelischer Schmerz sich auflösen kann und wir dadurch psychisch wieder so offen und unbelastet wie ein Kind werden können.

 

Diese Ausführungen sollen exemplarisch Ziel und Vorgehen in den Drachenübungen verdeutlichen. Jede der anderen 17 Drachenarten verfügt über ihre eigene Übungstheorie, ihren eignen Zweck und ihre eigenen praktischen Methoden.

Sich systematisch Schritt für Schritt kultivieren

In der heute verbreiteten Lehr- und Übungsweise gibt es zwei häufig vorkommende Fehler.

Auf der einen Seite werden häufig körperliche Übungen (Yang) ohne das Wissen um deren spezifischen Anforderungen, Prinzipien, Ziele und jeweiligen inneren Prozesse (Yin) vermittelt.
Auf der anderen Seite wird manchmal auch die innere Führung des Qi oder sogar geistig-seelische Arbeit (Yin) vermittelt, ohne vorher die dafür notwendig (körperliche) Grundlage (Yang) geschaffen zu haben.

Beide Vorgehensweisen verkennen die gegenseitige Abhängigkeit und Erzeugung von Yin und Yang und werden daher für die allermeisten Übenden nicht nur zu unbefriedigenden Ergebnissen führen, sondern können sogar in manchen Fällen riskant sein.

Die traditionelle daoistische Schulung, so wie sie im Neidan Gong der Drachentorschule vermittelt wird, legt daher einen großen Wert darauf zuerst eine gute Basis für den Kultivierungsprozess zu legen und dann systematisch und Schritt für Schritt darauf aufzubauen.

Schaubild Qi und Li

Fehlt es einem an einer guten Basis, so wirkt sich dies hinderlich auf den weiteren Entwicklungsweg aus. Wird jedoch zuerst eine starke Basis entwickelt, so sichert dies für die Übenden nicht nur die besten Ergebnisse und schnelle Weiterentwicklung auf den weiterführenden Stufen der Kultivierung, sondern bewahrt sie auch vor so mancher Schwierigkeit auf fortgeschrittenen Stufen.

Die Basis, von der wir hier sprechen ist unsere körperliche Gesundheit, Vitalität und Leistungsfähigkeit – unser Li.

Und genau darauf Zielen ja die Drachenübungen ab.

Ihre Stärke liegt darin uns diese Basis systematisch Schritt für Schritt und auf allen Ebenen unseres Körpers zu vermitteln.

Abschließend möchten wir noch vor einem weiteren weit verbreiteten Fehler warnen: Gerade wenn wir schon lange auf dem Übungsweg sind und vielleicht schon viele Übungssysteme und Methoden erlernt haben, kann der Eindruck entstehen, dass wir uns um eine Basisarbeit nicht mehr kümmern müssen. Dies ist aber häufig ein Irrtum, denn unser Körper will solange wir in ihm leben auch angemessen beübt werden.
Wie können wir erkennen, ob unsere Basis stark genug ist?
Unsere Basis ist dann stark genug, wenn wir uns bester (körperlicher) Gesundheit erfreuen, uns belastbar und vital fühlen, unser Körper weich und geschmeidig wie zu unser Kinderzeit ist und wenn wir Qi und Essenz in uns frei zirkulieren fühlen.
Viele Übende haben auch nach langen Jahren der Praxis kein, ein schwaches oder aber blockiertes Qi und Essenz-Gefühl in sich. Dies alles sind deutliche Hinweise darauf, dass unsere Basis noch nicht ausreichend oder nicht korrekt geschult worden ist. Wenn wir trotzdem schon lange und fleißig üben, dann ist es vielleicht an der Zeit die Korrektheit unserer Übungspraxis zu überprüfen.

zUSAMMENFASSUNG

Zusammengefasst können wir sagen, dass die Drachenübungen eine Methode sind, um durch Nachahmung der Bewegungen der 18 verschiedenen Drachen das Qi von unseren Yin- und unseren Yang-Organen so zu leiten, dass es zusammen mit der Essenz (Jing) unseres Körpers das Yin/Yang-Gleichgewicht unserer Organe und Körperteile herstellt. So ergänzen und fördern sich Yin und Yang gegenseitig, vervollständigen und stärken sich und unterstützen somit die Funktionen unserer Organe, machen unsere Muskulatur weich und geschmeidig, verdichten unsere Knochensubstanz, lockern unsere Haut und unser Gewebe, damit Schadstoffe ausgeschieden werden können, und reinigen unser Blut.
Außerdem harmonisiert dies die fünf Yin-Organe, befeuchtet die sechs Yang-Organe, reinigt die fünf Sinnesorgane und stärkt unser Immunsystem. Dies fördert unsere Gesundheit und verlängert unser Leben und verhilft uns zu innerer Ruhe und Frieden.

neidan Gong lernen:

Wenn Sie die Drachenübungen und Ihr Ursprungssystem Neidan Gong auch praktisch kennenlernen wollen, dann haben Sie dazu bei mir viele verschiedene Möglichkeiten. Das Spektrum reicht von (kostenlosen) Webinaren, über Online- und Präsenzkurse und Seminare bis hin zu Lehrerausbildungen.
Mehr Informationen finden Sie auf der Seite über meinen UNTERRICHT.

Bei Interesse wird es in naher Zukunft auch eine systematische Ausbildung zu den Drachenübungen geben.

 

weitere informationen

Weitere Informationen rund um das Neidan Gong finden Sie im Bereich Artikel. Dieser wird monatlich erweitert. Wenn Sie über neue Artikel informiert werden wollen, dann tragen Sie sich doch in den Newsletter ein.

DANKSAGUNG

Dieser Artikel wurde ursprünglich im Taijiquan und Qi Gong Journal (TQJ) 2/2015 abgedruckt und wird hier mit freundlicher Genehmigung des TQJ veröffentlicht.

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DIE AUTOREN

Großmeister  shen xijing

Großmeister shen xijing

Jhg.1962 wurde in Chenjiagou geboren und lernte dort seit seiner frühesten Kindheit das Taijiquan der Chen Familie von seinem Meister Chen Xiaowang.

Außerdem lernte er Xingyiquan (9. Generation) und Baguazhang (5. Generation).

Als Vertreter der 20. Generation des Chen Taiji war er einer der Hauptinitiatoren des Chen Taiji in Europa. Er war Mitglied der chinesischen Nationalmannschaft und chinesischer Meister in den Bereichen Hand- und Waffenformen, sowie Tuishou und Sanda.

Später studierte er Sportwissenschaft und promovierte über die inneren Kampfkünste.

Durch eine schicksalhafte Fügung begegnete er dem Großmeister der 21. Generation der daoistischen Drachentorschule am Berg Zongnan Shan und widmet sich seit dem ausschließlich der Schulungstradition der Drachentorschule.

Dadurch inspiriert gründete der das TaijiDao-System als ganzheitliches Schulungssystem der inneren Künste.

Er unterrichtet regelmäßig in Europa und zunehmend auch online. Weiter Informationen finden Sie auf der Homepage der Europäischen TaijiDao Gesellschaft e.V. (ETG).

Tobias Puntke M.A.

Tobias Puntke M.A.

Sportwissenschaftler, 6. Duan und 2. Generation TaijiDao-System nach Großmeister Shen Xijing, 23. Generation der daoistischen Drachentorschule, Präsident und Europa-Cheftrainer der Europäischen TaijiDao Gesellschaft e.V., seit 35 Jahren mit ganzem Herzen auf dem Weg der daoistischen Künste, seit 25 Jahren hauptberuflicher Lehrer in diesem Bereich.

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